Um
1550 n.Chr. erbaute der Edle Junker David von Stein das Bühler Schloss und ließ einen
alten Brauch aus dem Mittelalter übernehmend, den Nordgiebel mit zwei Schreckensfratzen
verzieren. Diese Fratzen sind heute noch am Bühler Schloss zu
bewundern. Sie sollten den von Norden her drohenden germanischen Geistern und Göttern
trotzen. Diesen beiden im Volksmund "Penätla" genannten Fratzen sind die
Drotzermasken nachempfunden. Heute sollen sie an der Fasnet dem Winter und allen anderen
Übeln des Lebens trotzen!
Die Bühler-Drotzer sind
auch weithin bekannt durch die Brauchtumsaufführung des "Original-Bühlemer-Drotzer-Glogga-Hopser"
der mit drei Trommlern immer wieder lautstark für Furore sorgt
und dem Narrensprung am Fasnets-Dienstag nach dem Umzug, bei
dem 4 Drotzer, jeder mit einem Symbol für die 4 Jahreszeiten (Schneemann, Sonne,
Dreschflegel und Mostkrug) von der kleinen Bogenbrücke in den Bühler Talbach
hinunterspringen.
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